VIELFÄLTIG UND OFFEN
Kitzeberger Gesprächskreis Kunst
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VIELFÄLTIG UND OFFEN
Kitzeberger Gesprächskreis Kunst

Einmal im Vierteljahr treffen sich Jürgen Affeldt, Peter Bergmann, Wolfgang Doré, Margit Huch, Jürgen Hünerberg und Gabriele Kirch, um sich über Kunst und Kultur auszutauschen.

Seit der Gründung des Kitzeberger Gesprächskreises Kunst (KGK) am 18. November 2018 sind sieben Jahre vergangen – und immer noch sind alle Mitglieder mit Spaß und Freude dabei, auch über die eigenen Werke zu sprechen und zu diskutieren, sich anregen und motivieren zu lassen, Begeisterung und Ansporn, Vorschläge und andere Meinungen anzuhören.

Das berufliche Leben von Jürgen Affeldt (Jahrgang 1938) war von angewandten Gestaltungsaufgaben für die grafische Industrie bestimmt. Freies kreatives Arbeiten gab es für ihn in Urlaubszeiten und nach dem Ende des Berufslebens.

Anfänglich entstanden vorwiegend Papierarbeiten. Dann begann Affeldt, vor allem dreidimensional in Holz, Ton, Gips, Stein, Beton, Metall und Kunststoff zu arbeiten – sowohl abstrakt als auch figürlich. Dabei ist es sein Ziel „ein maßvolles Formgefüge zu schaffen.“ Häufig dienen ihm auch interessant erscheinende Fundstücke als Ausgangspunkt für seine Werke, in denen er aus dem Aufgelesenen etwas „Erlesenes“ schaffen möchte.

Im Spannungsfeld zwischen Traum und Wirklichkeit bewegen sich dagegen die Skulpturen und die Malerei von Peter Bergmann (Jahrgang 1941): „Der Traum wird in den Schaffensprozess integriert – das wache und das traumhafte Sein verschmelzen zu einer neuen kreativen Ganzheit.“ Neben der Naturbelassenheit des Materials existiert in seinem Werk eine überbordende Farbigkeit. Er schätzt den Kreis, das Quadrat und das Dreieck als visuelle Zeichen.

Für den ehemaligen Zahnarzt Bergmann hat die Farbe nicht nur einen dekorativen Eigenwert, sondern die Form gewinnt aus ihr Klarheit und Körperhaftigkeit …. urteilen Sie selbst.

Wolfgang Doré (Jahrgang 1942) malt bereits seit seiner Schulzeit Porträts. Sie entstehen meist nach Skizzen auf Reisen oder vor Ort und auch unter Benutzung von Fotografien. Bei der Porträtmalerei ist es dem Mediziner wichtig, dass nicht nur eine Ähnlichkeit erreicht wird, sondern auch etwas von dem besonderen Temperament der dargestellten Person zu erahnen ist. Im Gegensatz zu diesem Genre stellt die abstrakte Malerei für Doré ein freieres Feld dar, sich nur mit Farben, Formen und Strukturen auszudrücken.

Das künstlerische Werk von Margit Huch (Jahrgang 1942) bedient sich vielfältiger Techniken und Materialien, um das Spannungsfeld von Mensch und Natur zu thematisieren.

Der Mensch ist Teil der Natur und von ihr abhängig, aber durch seine Lebensweise verändert er sie und steht dadurch häufig in Konflikt mit ihr. Im Künstlermuseum wird besonders die Malerei der ausgebildeten Werbegrafikerin gezeigt, in der sie Mischwesen wie „Vogelfrauen“ vorstellt und Themen wie „Tod und Stier“ bearbeitet. Außerdem illustriert sie ihre eigenen Kinderbücher.

Der ehemalige Kunsterzieher Jürgen Hünerberg (Jahrgang 1947) arbeitet vorwiegend in den Bereichen Malerei, Druckgrafik und Film. Anfänglich mit afrikanischen Musterformen befasst, schuf er dann stelenartige Drucke und malt heute „Augenbilder“ und abstrakte Kompositionen. In seinen Filmen experimentiert er mit collageähnlichen Techniken, wobei auch gesellschaftskritische Inhalte im Vordergrund stehen können. Darüber hinaus schreibt Hünerberg seit 2016 Kurzgeschichten.

Ebenso zum KGK gehört die Literatin, Autorin und Lyrikerin Gabriele Kirch (Jahrgang 1953). Seit Ende der 1980er Jahre schreibt sie Gedichte. Sie handeln vom Alltag und von Erlebnissen, die jeder kennt. Es geht um das Miteinander und das Gegeneinander, um Gefühlvolles, Geistreiches, Nachdenkliches. „Wenige Worte schaffen endlose Weiten – jedem die Eigenen“, so Kirch, die jüngst ihre Gedichte und Haiku zum Thema „Kinder im Gedicht“ veröffentlichte und damit eine Spurensuche „nach dem, was Kind-Sein bedeutete und heute bedeutet.“

Freuen Sie sich auf die spannenden und vielseitig gestalteten Ergebnisse der langjährig Schaffenden, die farbenfroh die Tristesse des Winters verscheuchen.

Eröffnung: Samstag, 06. Dezember, 15 Uhr (Unkostenbeitrag: 1 Euro)

Ausstellungsdauer: 06. Dezember 2025 bis 15. Februar 2026

Bildreihe oben v. l. n. r.: Wolfgang Doré, Peter Bergmann (Foto: Til Ole Bergmann), Jürgen Affeldt, Gabriele Kirch, Margit Huch und Jürgen Hünerberg

 

 

 

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