KÜNSTLERKOLONIE SCHWAAN  
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Künstlerkolonie Schwaan
zu Gast in Heikendorf

Die Künstlerkolonie Schwaan, ein Ackerbürgerstädtchen etwa 20
km von Rostock entfernt, bestand von etwa 1880 bis zum ersten
Weltkrieg. Hauptsäulen dieser einzigen Mecklenburger Künstler-
kolonie waren die gebürtigen Schwaaner Franz Bunke (1857-
1939), Rudolf Bartels (1872-1942), Peter Paul Draewing (1876-
1940) und der Hamburger Alfred Heinsohn (1875-1927). Alle
studierten sie an der Weimarer Kunstschule Landschaftsmalerei
bei Theodor Hagen. Ihre Naturstudien betrieben die Künstler
dann zunehmend in der Schwaaner Umgebung, auf den Feldern
und in den Waldgebieten. Vielfach wurde der markante Schwaa-
ner Kirchturm zum Motiv ihrer Pleinair-Malerei. Durch sein späte-
res Lehramt in Weimar (ab 1910 als Professor) brachte Bunke ab
1892 zudem seine Schüler jedes Jahr nach Schwaan, um in den
Sommermonaten vor der Natur zu arbeiten. Zu ihnen gehörten
Rudolf Bechstein (1887-1961), Wilhelm Facklam (1893-1972) und
Erich Venzmer (1893-1975).
Rudolf Bartels, der sich in seinem Werk stärker an den modernen
Tendenzen der Malerei orientierte, gilt heute als der bedeutends-
te mecklenburgische Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhun-
derts. Wie Rudolf Bartels beschritt Alfred Heinsohn in seiner Ma-
lerei einen zunehmend abstrakten Weg und orientierte sich an
Picasso und den Expressionisten.
Wir freuen uns, Ihnen, liebe Besucher, die ausdrucksstarken
Landschaften der Künstlerkolonie  Schwaan im Künstlermuseum
Heikendorf präsentieren zu können



Rudolf Bartels, Häuser mit
Goldregen
, 1908, Öl/Lwd

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